Am 9.02.1995 wurde von der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz,
Direktion Landesarchäologie Mainz, ein permanentes Grabungsbüro
in Worms eingerichtet. Diese Entscheidung war notwendig geworden, weil
die Stadt Worms selbst keine Grabungen mehr durchführen wollte,
wie es bis dahin üblich war. Angesichts des archäologischen
Quellenreichtums im Stadtgebiet durch alle Zeiten hindurch musste die
Landesarchäologie sofort diese Lücke schließen, um keine
Verluste entstehen zu lassen. Ohne eine zusätzliche Ausstattung
für diese neue Aufgabe zu erhalten, wurde eine sofortige Einsatzbereitschaft
hergestellt.
Ein Grabungstechniker, eine Grabungshelferin und ein Zivildienstleitender
wurden zusammen mit einer vollständigen Grabungsausstattung samt
Fahrzeugen in Worms stationiert.
Die Schaffung einer solchen Außenstelle schien geboten, um lange
Anfahrtszeiten von Mainz aus zu vermeiden, bzw. die schnelle Handlungsfähigkeit
im Stadtgebiet sicherzustellen. Neben dem Stadtgebiet von Worms gehört
der ehemalige Kreis Worms, also das südliche Rheinhessen zum Arbeitsgebiet
des Grabungsbüros. Die Bedeutung, die die Direktion Landesarchäologie
der Arbeit in Worms zumisst, ergibt sich daraus, dass von drei bei der
Außenstelle Mainz beschäftigten Grabungstechnikern einer
dauerhaft für die Betreuung von Worms eingesetzt ist. Eine derartige
Ausstattung kommt nicht einmal der Stadt Mainz zugute.
Die Leitung des Grabungsbüros Worms liegt bei Herrn Joachim Schütz,
der von Anfang an als Grabungstechniker für diese spezielle Aufgabe
eingeteilt wurde. Als Grabungsassistentin steht ihm Frau Claudia Weissert
zur Seite, die seit 1992 freiberuflich und auch ehrenamtlich für
die Direktion Landesarchäologie Mainz tätig ist. Zur Zeit
befindet sie sich in einer grabungstechnischen Fortbildung.
Folgende Ausgrabungen wurden vom Grabungsbüro Worms seit 1995 durchgeführt: