Forschung

 

Einzelprojekte

 


Kaiserpfalz Ingelheim - Forschungsstelle

 
Kaiserpfalz Ingelheim - GrabungsplanAuf Initiative der Direktion Landesarchäologie Mainz und örtlicher Vereine wurden 1993 die archäologischen Ausgrabungen im Saalgebiet von Ingelheim nach 20jähriger Unterbrechung wieder aufgenommen.

Die Grabungen zielen auf die Erforschung der Kaiserpfalz, einem der bedeutendsten Zeugnisse früh- und hochmittelalterlicher Großarchitektur in Europa. Das Bauprogramm, dessen architekturgeschichtliche Wurzeln in der römisch-antiken Palastarchitektur liegen, ist ein herausragendes Beispiel für die Antikenrezeption am Hof Karls des Großen. Die Pfalzanlage diente vom späten 8. Jahrhundert bis 1375 als Königsaufenthaltsort.

Die zentrale Aufgabe der Forschungsstelle bildet die Planung, Durchführung und Auswertung archäologischer Grabungen, die durch die vollständige Überbauung des Denkmals erheblich erschwert sind.
Zu den erweiterten Aufgaben zählen erstens die bodendenkmalpflegerische Begleitung der Stadtsanierung in der Denkmalzone Saalgebiet und zweitens die Planung und Realisierung eines Konzepts zur Sicherung, Erschließung und Neugestaltung des Denkmals Kaiserpfalz.

Bei den Ausgrabungsarbeiten kommen Fachstudenten und Archäologen der verschiedenen Fachdisziplinen sowie Mitarbeiter der Direktion Landesarchäologie zum Einsatz. Die Schwerpunkte der Geländearbeit bilden die Aula regia genannte Thronhalle und das Heidesheimer Tor sowie seit 2004 der Saalplatz.
Für die erweiterten Aufgabenbereiche Denkmaltourismus (seit 1999) und Stadtsanierung (seit 2001) werden zusätzlich eine Kunsthistorikerin und eine Architektin beschäftigt. Die Gesamtleitung hat der Mittelalterarchäologe Holger Grewe.


Zahlreiche Veröffentlichungen und die Website www.kaiserpfalz-ingelheim.de (mit Schriftenverzeichnis) informieren über die jüngsten Ergebnisse und über die laufenden Maßnahmen.