Forschung

 

Einzelprojekte

 


Bastion Albani

 
Bastion AlbaniIn der Römerzeit und dem Mittelalter war die Stadt Mainz nur mit einer gestreckten Stadtmauer geschützt. Ab 1655 löste dann ein vorgelagerter Verteidigungsring aus 15 Bastionen die alte Schutzmauer ab.
Eine Bastion wird definiert als "eine aus dem Hauptwall stark vorspringende Anlage für Frontal- und Flankierungsfeuer nach beiden Seiten. Sie entstand aus den Mauertürmen und Basteien, und ihr Grundriß entwickelte sich vom Kreis über das Rechteck bis hin zur Hauptform, dem Fünfeck (Spitzbastion)" Glossarium Artis 7 (1990) 52.
Im Zuge der Ausgrabung des römischen Theaters traten am Südrand des Zuschauerraums Teile der bislang völlig verschwundenen Bastion Albani zutage. Der Name ist letztlich von Sankt Alban (gest. 406/407) abzuleiten, nach dem das Albanskloster, der Albansberg und die Albanstraße benannt sind.
Bastion AlbaniFreigelegt wurden teilweise die linke Flanke, die linke Face und die unterirdische Eskarpengalerie, letztere sogar weit in das unausgegrabene Vorfeld. Zahlreiche bautechnische Details lassen vergleichbare Baubefunde z. B. in der Bastion Drusus besser verstehen.
Die weitere Erschließung und Erforschung steht an.