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Der Drususstein, auch Eichelstein genannt, steht
in der nach ihm benannten Bastion Drusus in der Mainzer Zitadelle.
Als
tumulus honorarius (Kenotaph) war das Monument vom römischen
Heer zu Ehren des im Jahre 9 v. Chr. in Germanien verunglückten
und gestorbenen Nero Claudius Drusus errichtet worden. Seine letzte
Ruhe fand Drusus maior im Mausoleum des Augustus in Rom.Das ursprünglich ca. 30 Meter hohe Bauwerk stand an der Verbindungsstraße zwischen dem Legionslager auf dem Kästrich und dem Lager in Mainz-Weisenau. Es setzte sich zusammen aus einem quadratischen Sockel und einem zylindrischen Geschoß (Tambour), dem ein kegelförmiger Abschluß aufsaß, selbst wiederum mit einem Pinienzapfen bekrönt. Alljährlich fanden hier Gedenkfeiern zu Ehren des populären Feldherrn statt:
In seiner Art stellt der Drususstein ein einzigartiges Denkmal der römischen Epoche in Mainz dar. Zusammen mit den Römersteinen war er in allen Zeiten sichtbar geblieben, damit aber auch dem Verfall besonders ausgesetzt. Eine gründliche konservatorische und restauratorische Aufarbeitung ist dringend notwendig. Für die didaktische Vermittlung stehen inzwischen ein Drusussteinmodell (M. 1:20) sowie zwei Drususbüsten in einer cella honoria im Stadthistorischen Museum direkt neben dem Drususstein zur Verfügung. |
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