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Der Fundplatz wurde entdeckt, als eines der letzten
innerstädtischen Grundstücke mit Nachkriegsbebauung städtebaulich
aufgewertet und mit einer neuen Einkaufspassage bebaut werden sollte.
So unerwartet wie die Entdeckung des Heiligtums selbst war die Auffindung
eines Bestattungsplatzes des 7. Jh. v. Chr. an eben dieser Stelle. Damit
ist nicht nur ein weiteres Zeugnis der vorrömischen Vergangenheit
von Mainz gewonnen, sondern auch ein wichtiger Hinweis auf die ökologischen
Verhältnisse während der Hallstattzeit und deren Veränderungen
in den Jahrhunderten danach.
Für
die römische Geschichte hat die Freilegung des Heiligtums ganz unterschiedliche
Ergebnisse erbracht. Inschriftenfunde belegen zum einen, daß die
Kultstätte gemeinsam den orientalischen Göttinnen Isis und Mater
Magna geweiht war, wofür es bislang außerhalb Italiens keine
Nachweise gibt. Zum anderen lassen die Texte einen staatspolitischen Hintergrund
für die Errichtung der Anlage erkennen, was wiederum die enge Verbindung
von Mogontiacum/Mainz mit der Reichszentrale Rom sichtbar macht. Außerdem
wird deutlich, daß auch in den Provinzen die Kulte beider Göttinnen
früher Eingang fanden, als bisher angenommen. Andere Inschriften
erlauben einen Einblick in die Organisation der Kulte und deren Anhängerschaft.
Vor allem aber konnten bei der Ausgrabung die Hinterlassenschaften zahlreicher
Opferstellen mitsamt ihren organischen Rückständen untersucht
werden. Damit bietet sich die Möglichkeit, den hier praktizierten
Riten auf archäologischem Wege nachzuspüren und die Ergebnisse
dem aus der antiken Überlieferung oder von Bildnissen bekannten gegenüberzustellen.
An der Auswertung sind Wissenschaftler unterschiedlicher Fachdisziplinen
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Das Isis und Mater Magna-Heiligtum
Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier: www.isis-mainz.de |
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