Informationen

   

Straßennamen

   

Stadt Mainz

   

Prähistorie
I. Jungsteinzeit
Hinkelsteinerpfad
(Bretzenheim)  
Hinkelsteinerstraße (Bretzenheim)  
II. Kelten
Am Keltenlager
(Finthen)  
Chattenstraße (Weisenau)  
Keltenstraße (Weisenau)  
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Römerzeit
III. Militärlager
Am Römerlager
(Innenstadt)  
Am Römertor (Innenstadt)  
Kästrich (Innenstadt)  
IV. Bauten
Am Haidenkeller (Marienborn)  
Eichelsteinstraße (Innenstadt)  
Römerberg (Weisenau)  
Römerpassage (Innenstadt)  
Römerstraße (Ebersheim)  
Römerwall (Innenstadt)  
V. Wasserversorgung
Am Römerquell
(Drais)  
An den Römersteinen (Innenstadt)  
VI. Personen
Agrippastraße
(Innenstadt)  
Augustusplatz (Innenstadt)  
Augustusstraße (Innenstadt)  
Blussusstraße (Weisenau)  
Domitianstraße (Finthen)  
Drususstraße (Innenstadt)  
Drususwall (Innenstadt)  
Germanikusstraße (Innenstadt)  
Konstantinweg (Finthen)  
Pliniusweg (Finthen)  
Sertoriusring (Finthen)  
Trajanstraße (Innenstadt)  
VII. Götter
Jupiterweg
(Finthen)  
Merkurweg (Finthen)  
Rosmerthastraße (Finthen)  
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Frühmittelalter
VIII. Merowingerzeit
Abtsgasse (Innenstadt)  
Albanstraße (Innenstadt)  
Am Frankenhag (Innenstadt)  
Am Heuergrund (Hechtsheim)  
An den Frankengräbern (Hechtsheim)  
Auf dem Albansberg (Innenstadt)  
Burgunderweg (Laubenheim)  
Dagobertstraße (Innenstadt)  
Dagoberttor (Innenstadt)  
Dornsheimer Weg (Hechtsheim)  
Frankenstraße (Finthen)  
Heuerstraße (Hechtsheim)  
Hinterer Heuergrund (Hechtsheim)  
Vor der Heuerpforte (Hechtsheim)  
Vorderer Heuergrund (Hechtsheim)  
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Hoch- und Spätmittelalter
IX. Stadtbefestigung
Kleiner Landwehrweg (Innenstadt)  
Landwehrweg (Innenstadt)  
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Neuzeit
X. Stadtbefestigung
Am Fort Elisabeth (Innenstadt) Stadtbefestigung Neuzeit


Literatur:

Ludwig Falck, Die Festung Mainz. Das Bollwerk Deutschlands. "Le Boulevard de la France" (Eltville im Rheingau 1991).

Günther Fischer, Die Festung Mainz 1866-1921. Ein Beitrag zu ihrer Baugeschichte im Rahmen des deutschen Festungsbaus (Düsseldorf 1970).

Glossarium Artis 7, Festungen - Forteresses - Fortifications (München/New York/London/Paris 1990).

Friedrich P. Kahlenberg, Kurmainzische Verteidigungseinrichtungen und Baugeschichte der Festung Mainz im 17. und 18. Jahrhundert. In: Beiträge zur Geschichte der Stadt Mainz 19 (Mainz 1963).

Hans-Rudolf Neumann, Die Bundesfestung Mainz 1814-1866. Entwicklung und Wandlungen (Mainz/Berlin 1986).


Hinweis:

In Mainz zeigen rote Straßennamensschilder zu Rhein,
blaue
zeigen den zum Rhein parallelen Straßenverlauf.

Am Fort Gonsenheim (Innenstadt)
Am Fort Hauptstein (Innenstadt)
Am Fort Heiligkreuz (Innenstadt)
Am Fort Josef (Innenstadt)
Am Fort Mariaborn (Innenstadt)
Am Fort Muhl (Ebersheim)
Am Fort Weisenau (Innenstadt)
Am Fort Zahlbach (Innenstadt)
Am Gautor (Innenstadt)
Am Pulverturm (Innenstadt)
An der Bastion Johannes (Innenstadt)
An der Karlsschanze (Innenstadt)
An der Nikolausschanze (Innenstadt)
An der Philippsschanze (Innenstadt)
An der Schanze (Bretzenheim)
Auf der Bastei (Innenstadt)
Auf der Burg (Laubenheim)
Bastion Martin (Innenstadt)
Bastion Philipp (Innenstadt)
Burgstraße (Weisenau)
Gaustraße (Innenstadt)
Hartmühlenweg (Mombach)
Kartaus (Innenstadt)
Kreuzschanze (Innenstadt)
Martintraße (Innenstadt)
Militärstraße (Hechtsheim)
Malakoff-Terrasse (Innenstadt)
Raimundistraße (Innenstadt)
Rheingauwall (Innenstadt)
Salvatorstraße (Innenstadt)
Stahlbergstraße (Innenstadt)
Wallstraße (Innenstadt)
Welschplatz (Innenstadt)
Welschstraße (Innenstadt)
Zitadellenweg (Innenstadt)
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Erklärungen

Hinkelsteinerpfad

Hinweis auf einen heute nicht mehr vorhandenen Hinkelstein. Hinkelstein leitet sich über "Hühnerstein" von "Hünenstein" ab. Gleichbedeutend mit Menhir: vorgeschichtlicher, aufgerichteter, meist nichtfigürlicher Monolith. Jungsteinzeitliche Steinsäule: wohl mit dem Sinngehalt von Unsterblichkeit und Fruchtbarkeit. Siehe "Sichtbare archäologische Denkmäler", Stichwort Menhir.nach oben

Hinkelsteinerstraße
HinkelsteinerstraßeSiehe "Straßenname" Hinkelsteinerpfad.nach oben

Am Keltenlager

Am KeltenlagerÖrtlicher Bezug unbekannt, da ein Keltenlager dort nicht nachgewiesen ist. Vielleicht allgemeine historische Reminiszenz an die vorrömische Bevölkerung, die dem keltischen Kulturkreis angehörte. Scherben der keltischen Spätlatènezeit waren 1954 beim Kanalbau in der benachbarten Frankenstraße zutage getreten.nach oben

Chattenstraße
ChattenstraßeÖrtlicher Bezug unbekannt. Hinweis auf das germanische Volk der Chatten, das von Rom an der Mainmündung angesiedelt wurde und später die hessische Senke bewohnte. Ab dem 6. Jh. n. Chr. ist die Rede von Hassii, Hessi: Hessen.nach oben

Keltenstraße

KeltenstraßeÖrtlicher Bezug unbekannt, da einheimisch-keltische Funde im Straßenbereich und dem näheren Umfeld nicht überliefert sind. Wohl allgemeiner Hinweis auf die einheimische Bevölkerung vor und zu Beginn der Römerzeit.nach oben


Am Römerlager

Am RömerlagerHinweis auf das römische Legionslager, das nach Ausweis der Funde 13/12 v. Chr. als 36 ha großes Zweilegionenlager unter Drusus maior gegründet worden war. Eine vorherige Nutzung des Geländes durch Einheimische ist nicht bekannt. Mit der strategischen Lage gegenüber der Mainmündung war dem Lager in den Eroberungskriegen gegen die im Osten beheimateten Germanen die Rolle eines Basislagers zugewiesen. Diese Funktion behielt es durch die gesamte römische Epoche: während der "kleingermanischen" Limeszeit und auch danach, als der Rhein wieder Grenze geworden war. Als die nach der Mitte des 4. Jh. n. Chr. kurzfristig an die Donau verlegte 22. Legion nicht mehr nach Mainz zurückgekehrt war, wurde das Lager aufgegeben und systematisch abgerissen, vor allem die Steinbauten. Seit der Gründung hatte es zunächst nur Holzarchitektur gegeben, bis dann ab 70 n. Chr. der Ausbau in Stein erfolgte. Das Lager erstreckte sich von der heutigen Kupferbergterrasse bis zur Linie Frauenklinik/Fort Josef und andererseits von einer Linie direkt nördlich der Oberen Zahlbacher Straße bis zum Linsenberg. Es hatte polygonalen Grundriß. Überreste sind bis auf den Straßenbelag im spätantiken Römertor nicht zu sehen.nach oben

Am Römertor

Am RömertorSiehe "Sichtbare archäologische Denkmäler", Stichwort Spätantikes Stadttor.nach oben

Kästrich

KästrichHinweis auf römische Befestigungsarchitektur, hier das römische Legionslager. Siehe "Straßenname" Am Römerlager. Kästrich wird von lateinisch castrum abgeleitet. Außer an dieser Stelle kommt der Name noch in Alzey vor, wo er eine Straße bezeichnet, die zum spätrömischen Kastell hinführt. An den anderen Orten (Flurname in Mainz-Gonsenheim und Straßenname in Bingen-Dromersheim sowie Worms-Pfeddersheim) gibt es jedoch keine namengebenden römischen castra. Hier mag einfach nur altes Gemäuer gemeint gewesen sein, wie man es sich bei einem castrum vorstellte, also Mauerwerk einer römischen Villa, eines Klosters, einer Burg, einer Stadtmauer usw.
Literatur:
W. Kleiber, Mogontiacum/Mainz: Kontinuität im Bereich einer antiken Stadt. In: W. Kleiber und M. Pfister, Aspekte und Probleme der römisch-germanischen Kontinuität (Stuttgart 1992) 38ff.nach oben

Am Haidenkeller

Am HaidenkellerHinweis auf die ausgeprägte römische Fundstelle Heidenkeller. Dazu J. Emele, Beschreibung römischer und deutscher Alterthümer in dem Gebiete der Provinz Rheinhessen zu Tage gefördert (Mainz 1833) 5: " ... Zerfallene Gewölbe erkennt man an den Mauern, die noch etwas Wölbung zeigen. So entdeckte ich welche bei Marienborn, eine Stunde von Mainz, in der Gewann, Heidenkeller genannt, wo noch manche Seltenheit verschüttet liegen mag. ..."
Literatur:
R. Knöchlein, Drais und Marienborn. Die ältesten Besiedlungsspuren bis zu den ersten historischen Erwähnungen. Archäologische Ortsbetrachtungen Heft 6 (Mainz 2004).nach oben

Eichelsteinstraße
EichelsteinstraßeHinweis auf den in der Zitadelle in der Bastion Drusus stehenden Eichelstein. Die Straße eröffnet eine Blickachse auf ihn. Der Eichelstein - auch Drususstein genannt - wird als Überrest des frühkaiserzeitlichen "tumulus honorarius" des Nero Claudius Drusus maior angesehen. Siehe "Sichtbare archäologische Denkmäler", Stichwort Drususstein.
Literatur:
W. Kleiber, Mogontiacum/Mainz: Kontinuität im Bereich einer antiken Stadt. In: W. Kleiber und M. Pfister, Aspekte und Probleme der römisch-germanischen Kontinuität (Stuttgart 1992) 38ff.nach oben

Römerberg
RömerbergHinweis auf die zahlreichen römischen Funde und Befunde aus der militärisch geprägten Zivilsiedlung im Vorfeld des Weisenauer Militärlagers. Dieses lag im heutigen Steinbruchgebiet, blieb aber der Erforschung weitgehend entzogen und existiert heute nicht mehr. Die Funde und Befunde stammen vor allem aus dem 1. Jh. n. Chr. Danach wurde das Lager geräumt, und die Zivilsiedlung verlagerte sich.nach oben

Römerpassage

RömerpassageHinweis auf den Fundplatz des römischen Heiligtums für Isis und Mater Magna. Im Zeitraum von Herbst 1999 - Februar 2001 anläßlich des Abbruchs der Lotharpassage ausgegraben. Ab Spätsommer 2003 als inszenierte Fundstelle im Neubau des nun Römerpassage genannten Baukomplexes zu besichtigen.nach oben

Römerstraße

RömerstraßeHinweis auf eine historische Römerstraße - aber nur scheinbar. Kein archäologischer Fund noch sonst eine Überlieferung bestätigt diese Annahme. Vielleicht gilt: "Auf dem Römer begegnet sowohl in Rheinhessen wie auch im rechtsrheinischen Hessen öfters als Name für einen freien Platz im Ort. Stroh vertritt die Ansicht, daß diese Namen nach dem Vorbild des Frankfurter "Römer" gegeben worden sind."
Literatur:
W.-D. Zernecke, Die Siedlungs- und Flurnamen rheinhessischer Gemeinden zwischen Mainz und Worms. Ein Namenbuch (Stuttgart 1991) 425.nach oben

Römerwall

RömerwallHinweis auf das römische Legionslager; "Straßenname" Am Römerlager. Der Römerwall quert das Lagergelände fast in der Mitte, ohne etwas direkt mit einer antiken Lagerstraße zu tun zu haben.nach oben

Am Römerquell

Am RömerquellÖrtlicher Bezug unbekannt, da im Umfeld der Straße keine bereits römerzeitlich genutzte Quelle nachgewiesen ist. Vielleicht allgemeine historische Reminiszenz an die römische Zeit im Mainzer Raum.nach oben

An den Römersteinen

An den RömersteinenHinweis auf die südlich des Weges parallel dazu stehenden Aquäduktpfeilerreste. Siehe "Sichtbare archäologische Denkmäler", Stichwort Aquädukt/Römersteine.nach oben

Agrippastraße

AgrippastraßeHinweis auf Marcus Vipsanius Agrippa (64/63 v. Chr. bis 12 v. Chr.). Allgemeine historische Reminiszenz an diesen wichtigen und treuen Weggefährten des Augustus. 39/38 v. Chr. bekleidete er die Statthalterschaft in Gallien, eine Zeit, die Mainz 1962 heranzog, seine 2000-Jahrfeier zu begehen. Dies war unbegründet, da keine schriftlichen oder archäologischen Zeugnisse einen Hinweis für eine derart frühe "Stadtgründung" geben. 20-19 v. Chr. baute Agrippa das gallische Straßennetz aus, wobei vielleicht auch schon der hiesige Raum tangiert wurde. Im Frühjahr 12 v. Chr. starb Agrippa und wurde im Mausoleum Augusti in Rom beigesetzt.nach oben

Augustusplatz
AugustusplatzHinweis auf den ersten römischen Kaiser, der von 27 v. Chr. bis 14 n. Chr. regierte und offiziell Imperator Caesar Divi Filius Augustus hieß. In seiner Regentschaft entstand das römische Mainz mit Legionslager und Lagervorstadt. Allerdings hielt sich Augustus nie in Mainz auf. Der Beginn von Mogontiacum/Mainz ist dagegen mit dem Augustus-Stiefsohn Drusus maior eng verbunden. Augustusplatz und Augustusstraße liegen innerhalb des Legionslagers, zeichnen aber in Lage und Richtung keine Lagerstraße nach.nach oben

Augustustraße

AugustustraßeSiehe "Straßenname" Augustusplatz.nach oben

Blussusstraße

BlussusstraßeHinweise auf einen der berühmtesten Mainzer Römergrabsteine. Der Fundort lag jedoch nicht im Bereich der Blussusstraße, sondern an der Terrassenkante im Bereich der Straße "Am Fort Weisenau". Die Steininschrift spricht von Blussus, einem Nauta (Schiffseigner), sowie seiner Frau Menimane und dem gemeinsamen Sohn Primus; außerdem ist der Haussklave Satto genannt. Der Stein handelt nicht nur von einem einheimischen Ehepaar und seiner wirtschaftlichen Arriviertheit, sondern zeigt auch ihr Schiff und die Familie in "Sonntagstracht" - wie auf einem modernen Familienporträtbild: eine wichtige Quelle für unser Wissen um Romanisierung, Kleidung und Schiffsbau.nach oben

Domitianstraße

DomitianstraßeHinweis auf den römischen Kaiser Domitian, der von 81 bis 96 n. Chr. regierte und offiziell Imperator Caesar Domitianus Augustus hieß. Der direkte örtliche Bezug ist nicht nachvollziehbar. Die Straße liegt westlich des Finther "Götterviertels" mit dem Jupiterweg, Merkurweg und der Rosmerthastraße; siehe auch Sertoriusring mit "römischen" Nebenstraßen. Wie der Mainzer Grabstein des kaiserlichen, domitianischen Vorkosters Tiberius Claudius Zosimus zeigt, hielt sich Domitian auf jeden Fall in Mainz auf: Hier lag das Hauptquartier für die Chattenkriege. Ebenfalls in die Regierungszeit von Domitian fiel Mitte der achtziger Jahre die Einrichtung der beiden Provinzen Germania Superior und Inferior, wobei in diesem Kontext Mogontiacum/Mainz zur Hauptstadt von Germania Superior (Obergermanien) bestimmt wurde. Weiterhin gelang Domitian 89 n. Chr. die Niederschlagung der obergermanischen Heeresrebellion unter Lucius Antonius Saturninus, in dessen Verlauf die Großgarnison Mogontiacum eine wichtige Rolle spielte. Schließlich entstand damals auch die militärische Grenzbefestigung des Limes, für dessen vorgeschobene Kastell- und Turmbesatzungen Mogontiacum/Mainz das Basislager abgab.nach oben

Drususstraße

DrususstraßeHinweis auf Drusus maior der mit vollem Namen Nero Claudius Drusus hieß.Er wurde 38 v. Chr. geboren und war der Sohn des Tib. Claudius Nero und der Livia Drusilla, durch deren zweite Ehe er der Stiefsohn des Kaisers Augustus wurde. Mit seinem Bruder Tiberius unterwarf er in den Jahren 15-13 v. Chr. Rätien (Bayern/Schweiz). Als Statthalter der gallischen Provinzen und Oberbefehlshaber an der Rheingrenze eröffnete er im Frühjahr 12 v. Chr. die Reihe der Feldzüge zur Eroberung Germaniens. Er ließ einen nach ihm benannten Kanal zwischen Rhein und Zuidersee bauen und stieß im folgenden Jahr bis an die Weser vor. Erstmals gelangte unter ihm im Jahre 9 v. Chr. ein röm. Heer an die Elbe. Auf dem Rückweg verunglückte Drusus zwischen Saale und Rhein tödlich. In Mainz wurde der aufgebahrte, beliebte Feldherr vom Heer verabschiedet, dann nach Rom geleitet und im Mausoleum des Augustus bestattet. Kurz danach errichtete ihm das Heer in Mainz ein Ehrengrabmal, den Drususstein. Alljährlich fanden dort im Bühnentheater Gedenkfeiern statt. Mogontiacum/Mainz: die Drususstadt. Die Drususstraße liegt innerhalb des Legionslagergeländes, geht selbst aber auf keine originär römische Straßentrasse zurück.nach oben

Drususwall

DrususwallSiehe "Straßenname" Drususstraße.
Der Drususwall liegt - in Verlängerung des Römerwalles - bereits außerhalb des Lagergeländes und stellt in Verlauf und Namengebung nur eine allgemeine historische Reminiszenz dar.nach oben

GermanikusstraßeGermanikusstraße
Hinweis auf den Drusus-Sohn Germanicus mit einer Straße im Legionslagergelände, die aber keine ursprüngliche, römerzeitliche Straße nachzeichnet. Zusammen mit umliegenden "römischen" Straßennamen stellt die Germanikusstraße eine allgemeine historische Reminiszenz dar. Germanicus wurde 15 v. Chr. geboren und starb bereits 19 n. Chr. Sein Vater Drusus maior war sogar nur 29 Jahre alt geworden. Im Auftrag seines Onkels, des Kaisers Tiberius, der den Drusus-Sohn als Stiefsohn angenommen hatte, führte Germanicus die militärischen Unternehmungen seines Vaters fort, besonders im nördlichen Germanien. Mogontiacum/Mainz wird er wegen dessen Funktion als Hauptquartier für die Rheinarmee mehrfach aufgesucht haben. Vor allem aber wird ihn der Kenotaph seines Vaters, der Drususstein, sicher mehrmals hierher gezogen haben.nach oben

Konstantinweg
Konstantinweg
Hinweis auf den Kaiser Constantinus I. (der Große), der von 306 bis 337 n. Chr. regierte. Der Bezug zum "Finther Römerstraßenviertel" ist unklar; die Nennung stellt wohl nur eine allgemeine historische Reminiszenz dar.nach oben

Pliniusweg
Pliniusweg
Hinweis auf einen der beiden römischen Schriftsteller Plinius, den Älteren oder Plinius, den Jüngeren (ca. 61 bis ca. 113 n. Chr.). Der Bezug zum "Finther Römerstraßenviertel" ist unklar; die Nennung stellt wohl nur eine allgemeine historische Reminiszenz dar.nach oben

Sertoriusring
Sertoriusring
Hinweis auf den Gaius Sertorius Tertullus, der in einer in Monza (Italien) gefundenen Inschrift genannt ist (CIL V 5747 = ILS 2465).
Als Veteran der 16. Legion, die zwischen 13 v. Chr. und 43 n. Chr. in Mogontiacum/Mainz stationiert war, kannte er sich bestens hier aus. Daher erlangte er auch die Position eines curator civium Romanorum Mogontiaci, eines Verwalters oder Vorstehers der als Gruppe in Mogontiacum vereinsmäßig organisierten römischen Bürger. Die Übersetzung "Bürgermeister" wäre falsch, da Mogontiacum rechtlich keine eigenständige Zivilstadt war, sondern immer zum Militärterritorium gehörte und damit der Militäraufsicht unterstand. Das verhinderte trotzdem die Entwicklung zu quasi-städtischen Strukturen und städtischem Erscheinungsbild nicht. Zur Straßennamensfindung im Jahr 1972: B. Funke, Rätsel um "Sertorius" gelüftet. Allgemeine Zeitung 10.08.2001.nach oben

Trajanstraße
Trajanstraße
Hinweis auf den Kaiser Traianus, der von 98 bis 117 n. Chr. regierte und aus Südspanien stammte. Die Trajanstraße liegt im Legionslagergelände und stellt zusammen mit den umliegenden "römischen" Straßen nur eine allgemeine historische Reminiszenz dar; eine originär römische Straßentrasse liegt ihr nicht zugrunde. Marcus Ulpius Traianus, so sein voller Name, sah als Kaiser nicht mehr - wie noch Domitian - Obergermanien als Wirkungsschwerpunkt an, sondern die unruhigen Gebiete an der Donau und im Orient. Germania Superior und damit auch Mogontiacum/Mainz hatte er aber schon vorher als Statthalter kennengelernt.nach oben

Jupiterweg
Jupiterweg
Hinweis auf den höchsten Staatsgott Iuppiter (selten Iupiter), zusammen mit zwei weiteren Götternamen (Merkur und Rosmertha) im Finther Straßennamenbild vertreten. Der örtliche Bezug bleibt unklar, deshalb ist wohl nur von einer allgemeinen historischen Reminiszenz auszugehen. In Mogontiacum/Mainz begegnet uns Iuppiter mehrfach, besonders als thronende Figur auf der Großen Mainzer Juppitersäule. Als Himmelsgott war er mit dem himmlischen Lichtzeichen, dem Blitzbündel ausgestattet und wurde zudem oft auf Hügeln verehrt. Vielleicht mag hierin die Erklärung für diese Götterwahl der Finther liegen.nach oben

Merkurweg
Merkurweg
Hinweis auf das durch archäologische Forschung und Inschriften nachgewiesene Heiligtum für Mercurius und Rosmertha (?). Allerdings liegen zwischen den so benannten Straßen und dem wirklichen Fundort ca. 1100 Meter. Im Mercurius sahen die Römer und besonders auch die Bewohner der gallisch-germanischen Provinzen den göttlichen Schutzherrn für den erfolgreichen Handel, weshalb er regelmäßig mit einem Geldbeutel dargestellt wurde.nach oben

Rosmerthastraße
Rosmerthastraße
Hinweis auf die keltische Göttin Rosmertha, Kultbegleiterin des Mercurius. Mittels Inschriften läßt sich in Finthen ein dem Merkur geweihtes Heiligtum nachweisen, allerdings ca. 1100 Meter von der heutigen Rosmerthastraße (siehe auch "Merkurweg") entfernt. Da keine Inschrift für Rosmertha selbst gefunden wurde, bleibt die Identifikation eines dort gefundenen qualitätvollen Bronzekopfes als Abbild der Rosmertha offen. Die Schreibweise von Rosmerta mit H, also Rosmertha, ist hierzulande nicht belegt.nach oben

Abtsgasse
Abtsgasse
Hinweis auf den Abt, den Vorsteher des Klosters St. Alban. Der Weg, der zum Abt führte, zog durch das große, am Hang des Albansberges liegende Gräberfeld (3. bis 9. Jh. n.Chr.).
Auf halber Strecke schauen heute zwei Steinsarkophage aus der Böschung.nach oben

Albanstraße
Albanstraße
Hinweis auf das Kloster St. Alban. Da dieses Auf dem Albansberg lag, steht hier die Bezeichnung für eine zum Kloster hinführende Straße.nach oben

Am Frankenhag
Am Frankenhag
Hinweis auf ein großes eingehegtes Areal, in dem sich weit über den Straßenbereich hinaus fränkische Gräber befanden und noch befinden.nach oben

Am Heuergrund
Am Heuergrund
Nebenstraße zur Heuerstraße, siehe dort.nach oben

An den Frankengräbern
An den Frankengräbern
Hinweis auf das im Umfeld der Straße 1980-83 durch die Direktion Archäologie Mainz ausgegrabene fränkische Gräberfeld. Mit der Grabung gelang es in Rheinhessen zum ersten Mal, ein fränkisches Gräberfeld vollständig zu erforschen. Erfaßt wurden 294 Grablegen aus der Zeit vom frühen 6. Jh. bis zur zweiten Hälfte des 7. Jh. n.Chr.
Literatur:
G. Zeller, Das fränkische Gräberfeld auf der Hechtsheimer Frankenhöhe. Archäologische Ortsbetrachtungen 7 (Mainz 2005) 3-32. nach oben

Auf dem Albansberg
Auf dem Albansberg
Hinweis auf die während der Grabungen 1907-1911 in der Straßentrasse gefundenen Überreste des Klosters St. Alban. Namengebend war der im Jahre 406/407 n. Chr. bei einem Überfall von Vandalen in Mogontiacum/Mainz als Märtyrer gestorbene Priester Alban. Er erhielt auf dem nach ihm benannten Albansberg ein Märtyrergrab, über dem sich später die Albanskirche erhob.
Literatur:
E. Neeb, Zur Baugeschichte der St. Albanskirche bei Mainz. Mainzer Zeitschrift 3, 1908, 69-91. L. Lindenschmit und E. Neeb, Bericht über die Ausgrabungen der St. Albanskirche bei Mainz im Jahre 1907. Mainzer Zeitschrift 3, 1908, 92-100.nach oben

Burgunderweg
Burgunderweg
Kein direkter Hinweis auf den ostgermanischen Volksstamm der Burgundiones, der 406/407 zusammen mit den Vandalen u. a. über den Rhein vorstieß und dabei auch Mogontiacum/Mainz überfiel. Es entstand 413 das kurzfristige oberrheinische Burgunderreich, das aber durch die anrückenden Hunnen 437 ein schnelles Ende fand. Später wird die Bourgogne als Kernland die neue Heimat. Als Rebsorte kehrte der Name von dort wieder in die ältere, kurzfristige Heimat zurück.nach oben

Dagobertstraße
Dagobertstraße
Hinweis auf den Merowingerkönig Dagobert I., der von 623 bis 638 n. Chr. regierte. Der Bezug zu Mainz ist jedoch quellenmäßig nicht zu belegen, da eine entsprechende Urkunde von 628 gefälscht ist. Die 1884 beim Bahnbau gefundenen und sogleich abgebrochenen Mauerwerkspartien des römischen Bühnentheaters waren als Reste eines Dagobertpalastes angesprochen worden, was aus heutiger Sicht (Grabungen seit 1997) jeglicher Grundlage entbehrt. Der Straßenname erscheint 1891 zum ersten Mal im Adressbuch.
Literatur:
E. Neeb, Bericht über die Vermehrung der Sammlungen des Altertumsmuseum der Stadt Mainz: II. Ergebnisse der Überwachung von Erdarbeiten. Mainzer Zeitschrift 10, 1915, 75ff. bes. 77.nach oben

Dagoberttor

Rheinseitiges Ende der Dagobertstraße mit dem Dagoberttor. Bezeichnung nur im Stadtplan vorhanden.nach oben

Dornsheimer Weg
Dornsheimer Weg
Hinweis auf eine sonst nicht mehr bekannte frühmittelalterliche Wüstung (ausgegangenes Dorf) Dornsheim. Der heutige Weg soll an einen anderen, nicht mehr bekannten Dornsheimer Weg erinnern. Neben der lagemäßig ebenfalls nicht mehr exakt lokalisierbaren Wüstung Dulcenesheim weist die Gemarkung Hechtsheim mit Dornsheim, einem weiteren frühmittelalterlichen Siedlungskern auf, der wie alle -heim-Orte einen merowingerzeitlich-fränkischen Ursprung hat.
Literatur:
G. Zeller, Die fränkischen Altertümer des nördlichen Rheinhessen, 2. Teil: Katalog und Tafeln (Stuttgart 1992) 90.nach oben

Frankenstraße
Frankenstraße
Hinweis auf die 15 fränkischen Gräber, die 1956 hier gefunden wurden. Die Bestattungen gehören zu dem viel größeren Gräberfeld, das sich bis zur Waldthausenstraße erstreckte.
Literatur:
Chr. Engels, Die merowingischen Grabfunde von Mainz-Finthen, Gewann "Auf der Hopp". Ein Beitrag zur frühen fränkischen Besiedlung in Rheinhessen (Druck vorgesehen für 2007).nach oben

Heuerstraße
Heuerstraße
Hinweis auf ein weiteres fränkisches Gräberfeld in Hechtsheim. Nach Zernecke geht rheinhessisch Heier, Heiger, Heuer auf "Hang" zurück und bedeutet "Hügel", auch "Grabhügel" und dann auch "Gräberfeld". Das mundartliche "heien" und "Heia" heißt heute noch "sorgfältig liegen, betten".
Literatur:
W.-D. Zernecke, Die Siedlungs- und Flurnamen rheinhessischer Gemeinden zwischen Mainz und Worms. Ein Namenbuch (Stuttgart 1991) 218f. G. Zeller, Das fränkische Gräberfeld auf der Hechtsheimer Frankenhöhe. Archäologische Ortsbetrachtungen 7 (Mainz 2005) 3-32.nach oben

Hinterer Heuergrund

Siehe "Straßenname" Heuerstraße. Bezeichnung nur im Stadtplan vorhanden.nach oben

Vor der Heuerpforte

Siehe "Straßenname" Heuerstraße. Bezeichnung nur im Stadtplan vorhanden.nach oben

Vorderer Heuergrund

Siehe "Straßenname" Heuerstraße. Bezeichnung nur im Stadtplan vorhanden.nach oben

Kleiner Landwehrweg
Kleiner Landwehrweg
Nebenstraße zum Landwehrweg, siehe dort.nach oben

Landwehrweg
Landwehrweg
Hinweis auf die lagegleich verlaufende Mainzer Landwehr, die ab 1434 eingerichtet wurde. Manchmal auch "Landgewehr" genannt umzog sie, in Weisenau beginnend (Grenzweg!), den ganzen städtischen Burgbann bis zum Kleinen Sand bei Mombach. Sie bestand aus einem Graben - streckenweise mit Wasser gefüllt - und einer bewußt auf Undurchdringlichkeit angelegten Bepflanzung mit Hecken und Büschen, deren Verflechtung gezielt herbeigeführt wurde. Die Landwehr diente als Annäherungshindernis weit vor der Stadtmauer, ihre kleinen Durchgänge hießen Schläge, die großen hatten die Form von Warten. Für die Errichtung und den Unterhalt sorgte die Bürgerschaft. Mit dem Ausbau der Stadt Mainz zur Festung in der ersten Hälfte des 17. Jh. verlor die Landwehr ihre Bedeutung.
Literatur:
E. Pelissier, Landwehren des Erzstifts Mainz. Mainzer Zeitschrift 17-19, 1921/24, 28-33.nach oben

Am Fort Elisabeth
Am Fort Elisabeth
Hinweis auf das detachierte Fort Elisabeth. Vor der Hauptumwallung (Bastionen) liegendes "vorgeschobenes, zu selbständiger Kampfführung befähigtes Festungswerk". Unter Kurfürst Philipp Karl von Eltz-Kempenich in der Zeit von 1732-1743 errichtet. Teil des 2. Befestigungsringes, zwischen Fort Philipp und Fort Welsch.nach oben

Am Fort Gonsenheim
Am Fort Gonsenheim
Hinweis auf das detachierte Fort Gonsenheim. Weit vor den Bastionen liegendes "vorgeschobenes, zu selbständiger Kampfführung befähigtes Festungswerk". Im Auftrag der Bundesversammlung (Deutscher Bund) unter Genie-Direktor Hans Alexis von Biehler in der Zeit von 1862-1865 errichtet. Teil des 3. Befestigungsringes.nach oben

Am Fort Hauptstein
Am Fort Hauptstein
Hinweis auf das detachierte Fort Hauptstein (vormals Fort Franziskus). Vor der Hauptumwallung (Bastionen) liegendes "vorgeschobenes, zu selbständiger Kampfführung befähigtes Festungswerk". Unter Kurfürst Lothar Franz von Schönborn in der Zeit von 1713-1728 errichtet. Teil des 2. Befestigungsringes.nach oben

Am Fort Heiligkreuz
Am Fort Heiligkreuz
Hinweis auf das detachierte Fort Heiligkreuz (vormals Kreuzschanze). Der Name Heiligkreuz geht auf das im Vorfeld liegende Heiligkreuz-Stift zurück, das 1793 völlig zerstört wurde. Weit vor der Bastion liegendes "vorgeschobenes, zu selbständiger Kampfführung befähigtes Festungswerk". Im Auftrag der Bundesversammlung (Deutscher Bund) unter Fortifikations-Baudirektor Franz Arnold Wilhelm von Scholl in der Zeit von 1826-1830 errichtet. Teil des 3. Befestigungsringes.nach oben

Am Fort Josef
Am Fort Josef
Hinweis auf das detachierte Fort Joseph (vormals Josephs-Schanze). Vor der Hauptumwallung (Bastionen) liegendes "vorgeschobenes, zu selbständiger Kampfführung befähigtes Festungswerk". Unter Kurfürst Lothar Franz von Schönborn in der Zeit von 1713-1728 errichtet. Teil des 2. Befestigungsringes.nach oben

Am Fort Mariaborn
Am Fort Mariaborn
Hinweis auf das detachierte Fort Mariaborn (vormals Mariaborner Schanze). Weit vor den Bastionen liegendes "vorgeschobenes, zu selbständiger Kampfführung befähigtes Festungswerk". Im Auftrag der Bundesversammlung (Deutscher Bund) unter Fortifikations-Baudirektor Franz Arnold Wilhelm von Scholl in der Zeit von 1826-1830 errichtet. Teil des 3. Befestigungsringes.nach oben

Am Fort Muhl
Am Fort Muhl
Hinweis auf den letzten großen Mainzer Festungsbau Auf der Muhl (Muhl im Sinne von Mulde). 10,5 km vor der ersten Stadtumwallung gelegen. Im Kaiserreich zwischen 1908 und 1911 errichtet.nach oben

Am Fort Weisenau
Am Fort Weisenau
Hinweis auf das detachierte Fort Weisenau (ehemals Weisenauer Schanzen). Weit vor den Bastionen liegendes "vorgeschobenes, zu selbständiger Kampfführung befähigtes Festungswerk". Im Auftrag der Bundesversammlung (Deutscher Bund) unter Fortifikations-Baudirektor Franz Arnold Wilhelm von Scholl in der Zeit von 1826-1830 errichtet. Teil des 3. Befestigungsringes.nach oben

Am Fort Zahlbach
Am Fort Zahlbach
Hinweis auf das detachierte Fort Zahlbach (ehemals Zahlbacher Schanze). Weit vor den Bastionen liegendes "vorgeschobenes, zu selbständiger Kampfführung befähigtes Festungswerk". Im Auftrag der Bundesversammlung (Deutscher Bund) unter Fortifikations-Baudirektor Franz Arnold Wilhelm von Scholl in der Zeit von 1826-1830 errichtet. Teil des 3. Befestigungsringes.nach oben

Am Gautor
Am Gautor
Hinweis auf das im 1. Befestigungsring liegende Gautor, das Tor zum Gau, dem späteren Rheinhessen. Schon in der mittelalterlichen Stadtmauer, die auf römischem Fundament steht, besonders bewehrt. Während der Anlage des bastionären 1. Verteidigungsringes ab1655 mit drei Türmen verstärkt (Fertigstellung 1670). Siehe "Straßenname" Am Pulverturm.nach oben

Am Pulverturm
Am Pulverturm
Hinweis auf den Pulverturm (ehemals Martinsturm). Mit zwei weiteren Türmen sicherte er die Gaupforte im Zuge des 1. Befestigungsringes, der unter Kurfürst Johann Philipp von Schönborn geschaffen wurde. Am 18. November 1857, nachmittags gegen 15.00 Uhr, explodierte neben dem Turm das im Jahr 1828 in der Bastion Martin errichtete Pulvermagazin und zerstörte die ganze Umgebung.nach oben

An der Bastion Johannes
An der Bastion Johannes
Hinweis auf die Bastion Johannes. Der Name geht auf den regierenden Kurfürsten Johann Philipp von Schönborn zurück. Das Bastionärsystem, als 1. Befestigungsring der alten Stadtmauer vorgelagert, besteht aus einzelnen, aus dem Hauptwall stark vorspringenden Anlagen. Es sind in Mainz spitz dem Feind zugewandte Fünfecke mit 2 Facen, 2 Flanken und einer Kehle. Die Bauzeit liegt zwischen 1655 und 1673.nach oben

An der Karlsschanze
An der Karlsschanze
Hinweis auf das detachierte Fort Karl (ehemals Karlsschanze und St. Albansschanze). Vor der Hauptumwallung (Bastionen) liegendes "vorgeschobenes, zu selbständiger Kampfführung befähigtes Festungswerk". Unter Kurfürst Lothar Franz von Schönborn in der Zeit von 1713-1728 errichtet. Teil des 2. Befestigungsringes.nach oben

An der Nikolausschanze
An der Nikolausschanze
Hinweis auf die Bastion Nikolaus. Eine Halbbastion, deren Name an die alte Nikolaus-Pfarrkirche erinnert. Das Bastionärsystem, als 1. Befestigungsring der alten Stadtmauer vorgelagert, besteht aus einzelnen, aus dem Hauptwall stark vorspringenden Anlagen. Es sind in Mainz spitz dem Feind zugewandte Fünfecke mit 2 Facen, 2 Flanken und einer Kehle. Die Bauzeit liegt zwischen 1655 und 1673.nach oben

An der Philippsschanze
An der Philippsschanze
Hinweis auf das detachierte Fort Philipp. Vor der Hauptumwallung (Bastionen) liegendes "vorgeschobenes, zu selbständiger Kampfführung befähigtes Festungswerk". Unter Kurfürst Philipp Karl von Eltz-Kempenich in der Zeit von 1732-1743 errichtet. Teil des 2. Befestigungsringes.nach oben

An der Schanze
An der Schanze
Hinweis auf das Turmfort Bretzenheimer Turm. Weit vor den Bastionen liegendes "vorgeschobenes, zu selbständiger Kampfführung befähigtes Festungswerk". Im Auftrag der Bundesversammlung (Deutscher Bund) unter dem Genie-Direktor Major Haak in der Zeit von 1844-1847 errichtet. Teil des 3. Befestigungsringes.nach oben

Auf der Bastei
Auf der Bastei
Hinweis auf die Bastion Alexander. Der Name geht auf den regierenden Papst Alexander VII. (1655-1667) zurück. Bastei bedeutet eigentlich eine "durch Brustwehr geschützte Geschützplattform", die einem aus der Stadtmauer vorspringenden, halbrunden oder ovalen Wehrturm aufsitzt. Hier ist aber die Bastion Alexander gemeint, die zusammen mit anderen unter Kurfürst Johann Philipp von Schönborn errichtet wurde. Das Bastionärsystem, als 1. Befestigungsring der alten Stadtmauer vorgelagert, besteht aus einzelnen, aus dem Hauptwall stark vorspringenden Anlagen. Es sind in Mainz spitz dem Feind zugewandte Fünfecke mit 2 Facen, 2 Flanken und einer Kehle. Die Bauzeit liegt zwischen 1655 und 1673.nach oben

Auf der Burg
Auf der Burg
Hinweis auf eine Burg fraglich. Der Straßenname taucht 1978/79 erstmals im Adressbuch auf. Fortführung eines Flurnamens, der bereits 1480 belegt ist. Vielleicht nur Hinweis auf einen Steinbau allgemein.
Literatur:
F. Staab, Geschichte Laubenheims bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. In: Laubenheimer Chronik (Mainz-Laubenheim 1988) 38-100, bes. 73.nach oben

Bastion Martin
Bastion Martin
Hinweis auf die Bastion Martin. Der Name geht auf den Schutzheiligen der Erzdiözese zurück. Das Bastionärsystem, als 1. Befestigungsring der alten Stadtmauer vorgelagert, besteht aus einzelnen, aus dem Hauptwall stark vorspringenden Anlagen. Es sind in Mainz spitz dem Feind zugewandte Fünfecke mit 2 Facen, 2 Flanken und einer Kehle. Die Bauzeit liegt zwischen 1655 und 1673.nach oben

Bastion Philipp
Bastion Philipp
Hinweis auf die Bastion Philipp. Der Name geht auf den regierenden Kurfürsten Johann Philipp von Schönborn zurück. Das Bastionärsystem, als 1. Befestigungsring der alten Stadtmauer vorgelagert, besteht aus einzelnen, aus dem Hauptwall stark vorspringenden Anlagen. Es sind in Mainz spitz dem Feind zugewandte Fünfecke mit 2 Facen, 2 Flanken und einer Kehle. Die Bauzeit liegt zwischen 1655 und 1673.nach oben

Burgstraße
Burgstraße
Hinweis auf die Burg der Stadtkämmererfamilie der Meingote und Dudo, genannt "von Weisenau". Vermutlich nach der Mitte des 12. Jahrhunderts erbaut. 1192 urkundlich erwähnt, Mitte des 13. Jh. von Mainzer Bürgern zerstört. Mit "Burg" kann auch ein wehrhaftes ländliches Anwesen gemeint gewesen sein. Exakte Lage nicht bekannt, der Straßenname erinnert räumlich nur ungefähr an den Standort. Flurstück "Burgstadel" nahebei.
Literatur:
W.-D. Zernecke, L. Falck und M. Brückner, Die Weisenauer Straßennamen - ihre Herkunft und Bedeutung. In: Beiträge zur Geschichte Weisenaus 2 (Mainz 2001) 3-35, bes. 8. Dazu auch S. 58.nach oben

Hartmühlenweg
Hartmühlenweg
Hinweis auf das Fort Hartmühl. Weit vor den Bastionen liegendes "vorgeschobenes, zu selbständiger Kampfführung befähigtes Festungswerk". Im Auftrag der Bundesversammlung (Deutscher Bund) unter Fortifikations-Baudirektor Franz Arnold Wilhelm von Scholl in der Zeit von 1826-1831 errichtet. Teil des 3. Befestigungsringes.nach oben

Kartaus
Kartaus
Hinweis auf das Fort Karthaus (ehemals Schanze 97). Weit vor den Bastionen liegendes "vorgeschobenes, zu selbständiger Kampfführung befähigtes Festungswerk". Unter Bauleitungsoffizier Major Johann Pientka gen. Haak in der Zeit von 1841-1845 errichtet. Teil des 3. Befestigungsringes.nach oben

Kreuzschanze
Kreuzschanze
Siehe "Straßenname" Am Fort Heiligkreuz.nach oben

Martinsstraße
Martinsstraße
Siehe "Straßenname" Bastion Martin.nach oben

Militärstraße

Hinweis auf den Zufahrtsweg zum Fort Muhl. Von Hechtsheim ausgehend durch das Kesseltal auf Ebersheim zulaufend; 1909 erbaut.
Literatur:
G. Fischer, Die Festung Mainz 1866-1921. Ein Beitrag zu ihrer Baugeschichte im Rahmen des deutschen Festungsbaus (Düsseldorf 1970) 18.nach oben

Malakoff-Terrasse
Malakoff-Terrasse
Hinweis auf das Fort Malakoff. Der Name geht auf die Benennung der Hauptbastion der Südseite von Sebastopol zurück, die im Krim-Krieg 1855 erstürmt wurde. Vorher hieß das Fort Malakoff "Rheinkehlbefestigung (Rhein-Kehl-Turm)" und war unter dem Genie-Direktor Major Haak und seinen Nachfolgern in der Zeit von 1842-1846 errichtet worden. Um Platz für neue Bahnhofsanlagen zu erhalten, wurde das alte Fort Malakoff im Jahr 1863 aufgegeben und ab 1866 rheinaufwärts neu errichtet.nach oben

Raimundistraße
Raimundistraße
Hinweis auf die Bastion Raimundi. Das Bastionärsystem, als 1. Befestigungsring der alten Stadtmauer vorgelagert, besteht aus einzelnen, aus dem Hauptwall stark vorspringenden Anlagen. Es sind in Mainz spitz dem Feind zugewandte Fünfecke mit 2 Facen, 2 Flanken und einer Kehle. Die Bauzeit liegt, wie insgesamt bei der Gartenfeldfront, am Ende der Regierungszeit des Kurfürsten Johann Philipp von Schönborn, also in den siebziger Jahren des 17. Jahrhunderts.nach oben

Rheingauwall
Rheingauwall
Hinweis auf die Nordwestfront als - gegenüber der alten Gartenfeldfront - weit vorgeschobene Verteidigungslinie. In der Zeit von 1874-1877 errichtet.nach oben

Salvatorstraße
Salvatorstraße
Hinweis auf die nahegelegene Bastion Salvator, auch Erlöser genannt. Als letzte der Mainzer Bastionen erst in den achtziger Jahren des 17. Jh. gebaut. Hinter der Bastion Albani zu deren Verstärkung errichtet.nach oben

Salvatorstraße
Salvatorstraße
Hinweis auf die nahegelegene Bastion Salvator, auch Erlöser genannt. Als letzte der Mainzer Bastionen erst in den achtziger Jahren des 17. Jh. gebaut. Hinter der Bastion Albani zu deren Verstärkung errichtet.nach oben

Stahlbergstraße
Stahlbergstraße
Hinweis auf das Fort Stahlberg (ehemals Clubistenschanze). Weit vor den Bastionen liegendes "vorgeschobenes, zu selbständiger Kampfführung befähigtes Festungswerk". Im Auftrag der Bundesversammlung (Deutscher Bund) unter dem Genie-Direktor Major Haak in der Zeit von 1842-1845 errichtet. Teil des 3. Befestigungsringes.nach oben

Wallstraße
Wallstraße
Siehe "Straßenname" Rheingauwall.nach oben

Welschplatz
Welschplatz
Hinweis auf das detachierte Fort Welsch (so erst ab dem späten 18. Jh. benannt; ehemals Welschschanze). Der Name geht auf Maximilian von Welsch zurück, der als Generalmajor ab 1713 die Bauleitung für den mit Forts bestückten 2. Mainzer Festungsring innehatte. Eigentlich sogar nur eine Tenaille mit vorgelegtem Ravelin. Vor der Hauptumwallung (Bastionen) liegendes "vorgeschobenes, zu selbständiger Kampfführung befähigtes Festungswerk". Unter Kurfürst Philipp Karl von Eltz-Kempenich in der Zeit von 1732-1743 errichtet. Teil des 2. Befestigungsringes.nach oben

Welschstraße
Welschstraße
Siehe "Straßenname" Welschplatz.nach oben

Zitadellenweg
Zitadellenweg
Hinweis (Hinweg) zur Zitadelle. Nahezu quadratisches, geschlossenes Festungswerk mit vier eckverstärkenden Bastionen, am Rande und oberhalb der Stadt gelegen und von ihr durch eine Esplanade getrennt. Unter Kurfürst Johann Philipp von Schönborn in der Zeit von 1655-1661 errichtet. Vorgänger: Schweickhardsburg unter Kurfürst Johann Schweickhard von Cronberg in der Zeit ab 1620 errichtet und unter Kurfürst Georg Friedrich von Greiffenklau 1629 fertiggestellt; der Baumeister hieß Adolf von Waldenburg, genannt Schenkher.nach oben