Die Außenstelle Mainz der Landesarchäologie Rheinland-Pfalz
betreut und erforscht die Kreise Mainz-Bingen, Alzey-Worms und Bad Kreuznach
sowie die kreisfreien Städte Mainz und Worms. Insgesamt sind das
339 Orte, wobei die Zahl der selbständigen Gemeinden in den letzten
100 Jahren durch Eingemeindungen in größere Gebietskörperschaften
ständig abnahm. Weiterhin verschwanden nördlich von Sobernheim
die Orte Eckweiler und Pferdsfeld durch militärischen Flächenbedarf;
Rehbach wurde verlagert. Aus verständlichen Gründen wurde zudem
Blödesheim in Hochborn umbenannt und Eichloch in Rommersheim, das
selbst dann wieder die Eingemeindung nach Wörrstadt erfuhr. Der alte
Name Frei-Weinheim tritt in der Sprachregelung der Verwaltung hinter Ingelheim-Nord
zurück und aus Sauerschwabenheim wurde Schwabenheim a. d. Selz. Der
Ort Rudelsheim erhielt nach andauernden Überschwemmungen durch den
Rhein ab dem 25.08.1822 (Grundsteinlegung) einen neuen Standort und heißt
seitdem Ludwigshöhe, aus dem alten Siedlungsplatz wurde eine moderne
Wüstung. Sobernheim erhielt 1995 den Titel "Bad".

An
großen Flüssen, die das Arbeitsgebiet berühren oder durchfließen,
sind der Rhein und dessen Nebenfluss Nahe zu nennen. Landschaftsgeographisch
gehören dazu das nördliche Ende des Oberrheintales und die Nahe-Senke.
Nördlich der Nahe hat das Arbeitsgebiet Anteil am Hunsrück und
umfasst die Kleinlandschaften von Soonwald, Lützelsoon, Binger Wald
und das Viertäler-Gebiet. Südlich der Nahe schließt sich
das Saar-Nahe-Bergland an. An der Westgrenze kennzeichnet die Rheinhessische
Schweiz den Übergang zum Pfälzer Bergland und zum Alzeyer Hügelland.
Die Landeshauptstadt Mainz gehört zum Rhein-Main-Gebiet und zu Rheinhessen
gleichermaßen.